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Gericht 15.03.2026

Serviettenknödel kochen – süßes Rezept für fluffige Knödel

Als ich das erste Mal die süßen Serviettenknödel probierte, war ich überrascht, wie fluffig sie werden. In meiner Oma‑Küche war das Gericht immer ein Fest, weil es aus einfachen Zutaten ein besonderes Dessert zaubert. Jetzt zeige ich dir, wie du das traditionelle Rezept mit ein paar Tricks noch besser hinbekommst.
Helga
Helga & Familie Geprüftes Hausrezept
Dauer 70 Min
Schwierigkeit Mittel
Portionen 4
Zutaten 8 Artikel
💡

Fun Fact

Serviettenknödel stammen aus der süddeutschen Küche und wurden früher von Hausfrauen in Stofftüchern gedämpft, weil keine Kastenformen verfügbar waren.

Zubereitung

1

Brötchen schneiden

Ich schneide die Brötchen in feine Scheiben, etwa einen halben Zentimeter dick. So lässt sich die Milch später besser aufnehmen.

2

Milch übergießen und quellen lassen

Die heißen Milch gieße ich über die Brotscheiben, bis sie knapp bedeckt sind. Dann lasse ich das Ganze etwa eine Stunde stehen, damit das Brot die Flüssigkeit vollständig aufsaugt. Das Ergebnis ist ein feuchter, leicht klebriger Grundteig.

Warum? Damit das Brot die Flüssigkeit aufsaugt und die Masse später locker bleibt.

3

Weitere Zutaten einrühren

Eier, zerlaufene Butter, Rosinen, etwas Mehl, Zucker und Zimt kommen nun dazu. Ich vermische alles behutsam, aber nicht zu fest – die Knödel sollen später luftig bleiben.

4

Knödel formen

Der Teig wird in ein sauberes Küchentuch gegeben, zu einem Zylinder gerollt und an den Enden wie ein Bonbon festgebunden. Wichtig ist, die Enden wirklich gut zu verknoten, sonst zerfällt das Ganze beim Kochen.

5

Im Wasser gar ziehen

Ein Topf mit leicht siedendem Wasser wird vorbereitet, die Hitze reduziert und das eingewickelte Knödelpaket hineingelegt. Dort bleibt es etwa eine Stunde, bis es fest, aber noch zart ist.

Warum? Bei niedriger Temperatur quillt die Masse gleichmäßig, ohne dass die Oberfläche zerreißt.

6

Servieren oder knusprig braten

Ich nehme das Knödelpaket heraus, schneide es in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben und serviere die Stücke mit Apfel‑ oder Kirschkompott. Wer es besonders knusprig mag, wendet die Scheiben in Mehl und brät sie kurz in Butter an – das Ergebnis ist deftig und süß zugleich.

Geheimtipp vom Küchenchef

  • Für extra Aroma die Milch mit einer Prise Muskatnuss und einer Vanilleschote aufkochen, bevor du sie über das Brot gießt.
  • Beim Formen die Enden doppelt binden und das Tuch fest einwickeln, damit die Knödel beim langen Garen nicht aufgehen.

Was tun, wenn...

⚠️ Der Knödel zerfällt beim Kochen.

Lösung: Stelle sicher, dass die Enden wirklich fest zugebunden sind und das Wasser nur leicht köchelt – zu starkes Sprudelwasser löst das Tuch auf.

Variationen & Alternativen

Alternative: Vegan

Statt Kuhmilch verwende Hafermilch, die Eier ersetze durch ein Leinsamen‑Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser) und die Butter durch vegane Margarine. Der Rest bleibt gleich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange kann man die Serviettenknödel im Voraus zubereiten?
Nach dem Kochen lässt sich das Tuch in Frischhaltefolie einwickeln und bis zu drei Tage im Kühlschrank lagern.
Kann man die Knödel auch im Ofen backen?
Ja, nach dem Formen im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 30  Minuten backen, bis die Oberfläche leicht goldbraun ist.
Welches Kompott passt am besten zu süßen Serviettenknödeln?
Apfel‑ oder Kirschkompott harmoniert besonders gut, weil die leichte Säure die Süße ausgleicht.

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