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Gericht 10.03.2026

Geschmortes Bayrisch Kraut – deftige Hausmannskost

Als ich das erste Mal das Kraut meiner Schwiegermutter probierte, blieb das Aroma noch Tage später in meiner Küche hängen.

Ich habe das Rezept leicht abgewandelt, weil ich den Zucker nicht zu stark bräunen wollte und stattdessen den Geschmack des Specks stärker hervorheben wollte. Dabei kommt das klassische Kümmel‑Aroma erst richtig zur Geltung, wenn das Kraut in der Brühe sanft vor sich hin schmort.

Wenn du Lust auf ein deftiges Gericht hast, das sowohl als Beilage zu Braten als auch als eigenständiger Teller gut funktioniert, dann probier's aus – und sei bereit, dass dein ganzer Esstisch nach diesem Duft verlangt.
Helga
Helga & Familie Geprüftes Hausrezept
Dauer 50 Min
Schwierigkeit Mittel
Portionen 4
Zutaten 13 Artikel
Rustikales Schmorgericht aus Weißkohl, Speck und Gewürzen in einem Schmortopf
💡

Fun Fact

Wusstest du schon, dass Weißkohl seit über 4000 Jahren in Europa kultiviert wird?

Zubereitung

1

Kohl vorbereiten

Den Kohl zuerst vierteln, den harten Strunk entfernen und die Viertel erneut halbieren. Dann in grobe Streifen schneiden – nicht zu fein, sonst zerfällt er beim Schmoren.

2

Speck anbraten & Zucker karamellisieren

Das Schmalz im großen Topf erhitzen, die Speckwürfel einwerfen und knusprig auslassen. Sobald das Fett läuft, den Zucker darüber streuen und kurz karamellisieren lassen, bis er leicht goldbraun ist.

Warum? Damit die süß‑bittere Note entsteht und das Aroma des Specks intensiviert wird.

3

Zwiebeln schwitzen

Zwiebelwürfel zum Speck geben und bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie glasig sind. Dabei häufig rühren, damit nichts anbrennt.

4

Kohl anschmoren

Den vorbereiteten Kohl einrühren und kräftig umrühren, damit er das Fett aufnimmt. Mehrere Minuten unter Rühren anbraten, bis er leicht Farbe bekommt.

5

Mit Brühe und Gewürzen dünsten

Mit Fleischbrühe aufgießen, Kümmel, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren und etwas Salz sowie Pfeffer hinzufügen. Alles zugedeckt etwa 15 Minuten sanft dünsten, dabei ab und zu umrühren, damit die Flüssigkeit reduziert und das Kraut zart wird.

Warum? Durch das Reduzieren bleibt das Kraut geschmackvoll und die Sauce konzentriert.

6

Essig einrühren & abschmecken

Kurz vor Ende der Garzeit den Essig unterrühren, das Kraut prüfen und nach Bedarf nachwürzen. Wer mag, kann jetzt einen Klecks Crème fraîche darüber geben.

Geheimtipp vom Küchenchef

  • Ein schwerer Topf verteilt die Hitze gleichmäßig; ein kurzer Schluck dunkles Bier, das du beim Anbraten hinzufügst, gibt dem Kraut eine tiefere, malzige Nuance.
  • Röste die Wacholderbeeren und den Kümmel kurz in einer Pfanne, zerstoße sie danach grob – das setzt ätherische Öle frei und hebt das Aroma deutlich.

Was tun, wenn...

⚠️ Die Sauce wird zu wässrig und das Kraut bleibt matschig.

Lösung: Lass das Kraut länger ohne Deckel köcheln, bis die Flüssigkeit um ein Drittel reduziert ist; gleichzeitig kannst du ein Stück Butter einrühren, damit die Textur fester wird.

Variationen & Alternativen

Alternative: Vegane Variante

Statt Schmalz und Speck nutzt du Räuchertofuwürfel und pflanzliche Margarine, Gemüsebrühe ersetzt die Fleischbrühe, und ein Schuss Apfelessig liefert die nötige Säure.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist dieses Rezept auch als bayrisch kraut bekannt?
Ja, absolut! Dieses Gericht wird oft auch unter den Namen bayrisch kraut gesucht. Die Zubereitungsart ist identisch, auch wenn die regionalen Bezeichnungen variieren können.
Wie lange lässt sich das geschmorte Kraut einfrieren?
Bis zu drei Monate; am besten portionsweise in luftdichten Gefrierbeuteln.
Kann man anstelle von Weißkohl Rotkohl verwenden?
Ja, Rotkohl schmeckt süßer und benötigt etwas weniger Zucker beim Karamellisieren.
Welcher Essig passt am besten?
Apfelessig gibt eine milde Fruchtigkeit, während Rotweinessig kräftiger ist – beides funktioniert.

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