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Gericht 16.03.2026

Orangeat Verwendung: Gefüllte Orangenmonde selber machen

Als ich das erste Mal ein Stück orangefarbener Mond probierte, war ich sofort begeistert. Das knusprige Mürbeteigkörbchen mit süßer Marzipanfüllung hat mich überzeugt, dass Orangeat mehr verdient als nur ein kleiner Streusel. Orangeat ist nicht nur ein dekoratives Element, sondern gibt dem Gebäck eine intensive Zitrusnote, die sich perfekt mit Marzipan und Pistazien verbindet. Ich habe das Rezept leicht angepasst, damit das Orangeat wirklich im Vordergrund steht. Jetzt zeige ich dir, wie du die kleinen Mondstücke selbst backst – inklusive ein paar Profi‑Tricks, die den Geschmack auf das nächste Level heben.
Helga
Helga & Familie Geprüftes Hausrezept
Dauer 120 Min
Schwierigkeit Mittel
Portionen 1
Zutaten 18 Artikel
Knusprige Mürbeteig-Monde, gefüllt mit Marzipan, überzogen mit glänzendem Orangen‑Guss
💡

Fun Fact

Wusstest du schon, dass Orangeat bereits im 17. Jahrhundert in deutschen Backrezepten auftaucht, besonders in Christstollen?

Zubereitung

1

Mürbeteig anrühren

Mehl, kalte Butter, Zucker, ein Ei und eine Prise Salz in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten, bis er krümelig, aber zusammenhängend ist.

Warum? Damit das Fett gleichmäßig im Mehl verteilt ist und der Teig zart bleibt.

2

Teig kühlen

Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Warum? Damit das Mehl Feuchtigkeit aufnimmt und der Teig nicht zu weich wird.

3

Teig ausrollen & Monde ausstechen

Auf leicht bemehlter Arbeitsfläche den Teig dünn (ca. 3 mm) ausrollen und mit einem runden Ausstecher von 4‑5 cm Durchmesser kleine Monde ausstechen.

4

Backen

Die Teigmonde auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C 5‑7 Minuten goldgelb backen. Danach vollständig auskühlen lassen.

5

Marzipanfüllung herstellen

Marzipanrohmasse mit einem Schuss Rosenwasser, fein gehackten Pistazien und etwas Puderzucker zu einer geschmeidigen Masse verkneten.

6

Füllungs‑Monde formen

Die Marzipanmasse zwischen zwei Lagen Backpapier etwa 0,5 cm dick ausrollen und ebenfalls Monde ausstechen.

7

Plätzchen belegen

Marmelade kurz erwärmen, die Hälfte der gebackenen Plätzchen damit bestreichen, eine Marzipanmond darauflegen und das zweite Plätzchen wie ein Sandwich aufsetzen.

Warum? Damit die Marmelade beim Abkühlen als Kleber wirkt und die beiden Hälften fest zusammenhalten.

8

Orangen‑Guss anrühren

Orangensaft, Puderzucker und einen Schuss Orangenlikör glatt rühren, die fertigen Orangenmonde damit bestreichen und kurz antropfen lassen.

Geheimtipp vom Küchenchef

  • Verwende hausgemachtes Orangeat, das du vorher 15 Minuten in Rum einlegst – das gibt ein überraschend tiefes Aroma.
  • Röste die Pistazien leicht an, bevor du sie ins Marzipan gibst; die nussige Note wird intensiver, und die fertigen Monde halten länger ihre Form, wenn du sie vor dem Guss kurz im Kühlschrank fest werden lässt.

Was tun, wenn...

⚠️ Der Guss läuft nach dem Auftragen wieder zusammen.

Lösung: Reduziere die Gussmenge, streiche die Monde dünn ein und stelle sie für fünf Minuten in den Kühlschrank, damit der Guss fest wird, bevor du den nächsten Auftrag machst.

Variationen & Alternativen

Alternative: Vegan

Statt Butter vegane Margarine verwenden, die Marzipanrohmasse mit gemahlenen Mandeln und Ahornsirup anrühren und eine gelatinfreie Marmelade benutzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange halten sich die Orangenmonde?
Im luftdichten Behälter bleiben sie etwa 5‑7 Tage frisch, im Kühlschrank bis zu zwei Wochen.
Kann man das Rezept mit Zitronat statt Orangeat machen?
Ja, Zitronat gibt eine frische, säuerliche Note, die anders schmeckt, aber gut zu Marzipan passt.
Wie lässt sich Orangeat selbst herstellen?
Orangenschalen dünn abziehen, 30 Minuten in Zuckerwasser einlegen, dann in Zuckersirup kochen und zum Trocknen auf ein Gitter legen.

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